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Roger Hodgson am 21. 07. 2010 beim Tollwood – Sommerfestival in der Musik- Arena / München
 
 von Videh Maya
 
Ein wahrer Fan macht fast alles........

Was für ein Trip....um Roger wieder einmal life zu sehen, blieb mir nichts anderes übrig als erst mal meine Flugangst zu konfrontieren, um überhaupt von Berlin nach München zu kommen.
Nach erfolgreicher Landung und kurzem Besuch im Hotel in der Nähe des Olympia- Parks zog es mich sofort in Richtung Tollwood Festival und dann auch gleich zum Veranstaltungsort.
Natürlich war noch alles rund um das Veranstaltungszelt abgesperrt. Es war  knapp 16 Uhr 30m und Rogers Konzert sollte ja erst um 19 Uhr 30 beginnen.
Doch die ersten treuen Fans standen schon an und hofften, dadurch einen guten Platz zu ergattern, denn dieses Mal gab es freie Platzwahl. Und wer will schon bei Rogers Konzert hinten sitzen.......ich jedenfalls nicht !
 Also entschied ich mich auf den geplanten Rundgang über das schöne Fest zu verzichten und mich bei allerbestem Wetter zu den Wartenden zu gesellen.
Schnell waren Kontakte der Fans untereinander geschlossen. Wir tauschten uns aus, woher wir Roger kennen, welche Erlebnisse wir auf Konzerten gemacht haben etc.
Ich staunte nicht schlecht, dass viele aus verschiedenen Ecken des Landes angereist waren  und es waren sogar Menschen aus Amerika da, um ihn zu hören und zu sehen!!!
Eine kleine Gruppe trug sogar einheitliche Roger Hodgson Shirts  in dunkelblau, jeweils am Rücken mit Namen des Trägers oder der Trägerin.
Fan ist eben Fan !
Gegen 18 Uhr 30 m sollten wir dann eigentlich schon mal vor die Eingangstüren zum Konzert gelassen werden, was sich aber verzögerte.
 Schließlich standen jede Menge Menschen vor den verschiedenen Eingängen des Zeltes und warteten geduldig auf Einlaß. Der aber verzögerte sich weiterhin und wir wurden informiert, dass Roger wegen des Fluglotsen- Streiks aus Frankreich anreisend, zu spät eingetroffen, noch im Sound- Check sei  und sich daher der Beginn des Konzerts verzögern würde. Durch die verschlossenen Türen drangen dann auch schon vertraute Klänge und Vorfreude machte sich in den Gesichtern breit.
Gegen 20 Uhr war es dann endlich so weit und die Massen stürmten etwas undiszipliniert in Richtung der besten Plätze. Ich hatte Glück, da ich als Erste an der Tür stand und  einen begehrten Platz in der 1. Reihe ergatterte.
Eine schier endlos lange Musik baute totale Spannung auf und irgendwann nach viele Pfiffen und erwartungsvollem Klatschen ging es dann endlich los.
Dieses Mal ganz schlicht :  nur Roger und Aaron – ohne Band. Roger war wie immer freundlich, heiter, gelassen und mit liebevoller, sanfter Ausstrahlung und jedes Mal denke ich, wenn es doch nur mehr Männer dieser Qualität und Energie gäbe.... Er berichtete von seinem Tag und den verkehrstechnischen Hindernissen, die seinen Auftritt beinahe verhindert hätten.
Es war heiß, heiß im Zelt und auf der Bühne. Roger musste sich nach fast jedem Song eines Gästehandtuchs bedienen, um sich den Schweiß aus dem Gesicht zu wischen. Und wie immer gab er alles. Voll konzentriert und bei sich bleibend spielte er die ruhigeren Songs wie immer mit geschlossenen Augen und fühlte sich mit dem Publikum, welches ihm sehr zugetan war, ganz offensichtlich wohl. In der vorderen Reihe nahm ich eine ausgesprochene Wohnzimmer- Atmosphäre wahr und fühlte mich auch sehr zu Hause.
Dieses Mal gefielen mir mehr die ruhigeren Stücke wie mein Lieblingslied : The Awakening, welches ich mir innerlich so sehr gewünscht hatte und Don´t leave me now , Hide in your shell , Rosie had everything planned,und Know who you are.
Aber auch die eher mitreißenden Songs wie Dreamer, Take the long way home, Breakfast in America etc. hatte er im Gepäck und gegen Ende des Konzerts riss es dann doch viele von den Sitzen und sie versammelten sich vor der Bühne um zu tanzen.
Leider war die Musik- Anlage nicht die beste und nicht nur die Bässe hämmerten für meine Begriffe viel zu laut, aber das lag sicher nicht in Rogers Macht.
Auch Aaron war voll und gut bei der Sache und so war es alles in allem wieder mal ein Schmankerl, für das ich auch gerne erneut meine Flugangst überwinden werde....
 

Textrechte bei Videh Maya


 
  


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